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Überprüfung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 läuft an: Bundesländer liefern bis Ende 2026 umfassenden Evaluierungsbericht

Geschrieben von Katja Peters · 18.5.2026

Überprüfung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 läuft an: Bundesländer liefern bis Ende 2026 umfassenden Evaluierungsbericht

Blick auf regulatorische Entwicklungen im deutschen Glücksspielmarkt während der GlüStV 2021 Überprüfung

Die 16 Bundesländer haben den Prozess zur Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 gestartet und müssen bis zum 31. Dezember 2026 einen detaillierten Bericht vorlegen, der die Wirksamkeit der strengen Spielerschutzregeln, die Kanalisierungsraten, die 5,3-Prozent-Einsatzsteuer sowie die allgemeine Marktentwicklung untersucht.

Hintergründe und Zeitplan der Bewertung

Der Vertrag trat 2021 in Kraft, um den Online-Glücksspielmarkt in Deutschland zu regulieren, und die Länder prüfen nun systematisch, ob die festgelegten Maßnahmen die beabsichtigten Ziele erreichen, während im Mai 2026 die Vorbereitungen für den finalen Bericht an Fahrt gewinnen und erste Datenanalysen abgeschlossen werden. Experten beobachten, dass die Bewertung sowohl quantitative Daten zu Spielaktivitäten als auch qualitative Einschätzungen zur Marktstabilität einbezieht und damit eine Grundlage für mögliche Anpassungen schafft.

Die Bundesländer koordinieren ihre Arbeit über gemeinsame Gremien, sammeln Statistiken aus lizenzierten Anbietern und analysieren, wie sich die Regelungen auf das Verhalten der Spieler auswirken, wobei der Fokus auf der Balance zwischen Schutzmechanismen und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit liegt.

Prüfung der Spielerschutzmaßnahmen und Kanalisierungsraten

Strenge Vorgaben zum Spielerschutz stehen im Zentrum der Überprüfung, denn die Länder untersuchen, ob Maßnahmen wie Einzahlungslimits, Identitätsprüfungen und Werbebeschränkungen die gewünschte Wirkung zeigen und gleichzeitig die Kanalisierung in den legalen Markt fördern. Daten aus den ersten Jahren nach Inkrafttreten des Vertrags dienen als Basis, um festzustellen, wie hoch der Anteil der Spieler ist, der sich für regulierte Angebote entscheidet.

Beobachter notieren, dass die Kanalisierungsrate ein zentraler Indikator bleibt, weil sie zeigt, inwieweit der legale Markt gegenüber unregulierten Alternativen attraktiv wirkt, und die Länder vergleichen aktuelle Zahlen mit Prognosen aus der Zeit vor 2021, um Abweichungen präzise zu quantifizieren.

Analyse der Marktentwicklung und Steuerwirkungen im Rahmen der GlüStV Evaluierung

Die Rolle der 5,3-Prozent-Einsatzsteuer und Marktleistung

Die 5,3-Prozent-Einsatzsteuer wird ebenfalls genau unter die Lupe genommen, da sie direkte Auswirkungen auf die Erträge der Anbieter hat und die Länder prüfen, ob sie zu einer Verlagerung von Aktivitäten in den Schwarzmarkt führt oder die legale Branche nachhaltig unterstützt. Wirtschaftsdaten aus den vergangenen Jahren fließen in die Analyse ein, sodass Forscher Entwicklungen bei Umsätzen, Lizenzvergaben und Spielerzahlen nachvollziehen können.

Die Gesamtmarktleistung wird anhand von Kennzahlen wie Wachstumsraten und Beschäftigungseffekten bewertet, wobei die Länder auch internationale Vergleiche heranziehen, um zu ermitteln, wie sich das deutsche Modell im europäischen Kontext positioniert und welche Faktoren die Performance beeinflussen.

Bedenken zum Schwarzmarkt und erste Dialogsignale

Bedenken, dass zu enge Regulierungen Spieler in den illegalen Bereich treiben könnten, begleiten die Evaluierung, und die Bundesländer integrieren entsprechende Indikatoren in ihren Bericht, um Risiken frühzeitig zu identifizieren. Gleichzeitig deuten erste Anzeichen eines verbesserten Dialogs zwischen Regulierungsbehörden und der Industrie darauf hin, dass gezielte Reformen im Vordergrund stehen könnten, statt umfassender Änderungen am gesamten Vertragswerk.

Vertreter der Behörden und Branchenverbände treffen sich regelmäßig zu Austauschrunden, in denen praktische Erfahrungen aus dem Betrieb geteilt werden, und diese Gespräche liefern zusätzliche Erkenntnisse, die in den Abschlussbericht einfließen sollen, während die Frist im Dezember 2026 näher rückt.

Mögliche Auswirkungen und nächste Schritte

Der Evaluierungsbericht wird den Landesregierungen als Entscheidungsgrundlage dienen und kann Empfehlungen für Anpassungen bei Schutzstandards, Steuersätzen oder Lizenzbedingungen enthalten, wobei die Länder auf eine evidenzbasierte Herangehensweise setzen. GlüStV 2021 evaluation report (due 31 December 2026) bildet dabei die zentrale Referenz für alle beteiligten Akteure.

Bis zum Abgabetermin werden weitere Daten erhoben und Modelle getestet, die zeigen, wie sich einzelne Parameter auf den Gesamtmarkt auswirken, sodass fundierte Schlüsse gezogen werden können, ohne dass grundlegende Strukturen sofort infrage gestellt werden.

Schlussfolgerung

Die laufende Überprüfung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 liefert den Bundesländern bis Ende 2026 eine umfassende Datenbasis, die Aufschluss über die Effektivität von Spielerschutz, Kanalisierung, Steuer und Marktentwicklung gibt, während verbesserte Dialoge zwischen Regulierern und Branche auf gezielte Anpassungen hindeuten. Der Prozess bleibt transparent und faktenorientiert, sodass Ergebnisse im Dezember 2026 als Grundlage für weitere Entscheidungen dienen können.